Australien Forum / Australia Forum

Das Forum für alle Australien-Fans und die, die es werden wollen und bis jetzt noch nicht geschafft haben. :-) The Site for all Aussi-Fans and those who want to become one but didn't make it yet. :-)
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PostPosted: 20. August 2007 09:06 
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Wie Australien entstanden ist

Einleitung:
Irgendwie komisch. Man fährt da durch den roten Kontinent. Stundenlang nur Ebenen oder Outback. Alles so anders. Doch kaum einer macht sich die Mühe, mal nachzulesen, wie denn dieser rote Kontinent entstanden ist. Und warum diese in der Welt einzigartige Flora und Faune sich ausgerechnet in Australien halten kommt. Da kommt sofort das Argument der Insellage. Aber die Menschen sind vor 100 Tausend Jahren nach Australien gelaufen! Und warum gab es früher in Australien dann doch Dinosaurier? Die Schulen haben anscheinend an der Wissensvermittlung über Australia nicht viel Interesse. Bei Vorträgen oder Buchlesungen sitzen oft in der ersten Reihe Gymnasiasten mit Zettel und Bleistift, die einen Vortag über Australien in der Schule halten sollen. Als ich daraufhin mehreren Direktoren vorschlug, ohne Kosten für die Schule, einen Vortrag über Down under dort zu halten, haben die mir nicht mal geantwortet. Höflichkeit schein im Lehrplan auch keinen Platz zu haben.

Das Schicksal des Urkontinents Pangäa
Die Erde ist ca 4,6 Milliarden Jahre alt!
Vor 225 Millionen Jahren (TRIAS) gab es den Urkontinent Pangäa. Umgeben von einem gewaltigen Ozean (Panthalassa), der zwei Drittel der Erdoberfläche bedeckte.
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Mitteleuropa lag am Äquator in einem Tropengürtel, und Australien war gar nicht so weit von Europa entfernt, aber von Gletschern bedeckt. Und die Dinos konnten überall hin laufen. Pangäa reichte vom Nordpol bis Südpol, war durch das Zusammenschieben von Kontinenten im Perm (286 bis 245 Mill. Jahren) entstanden und bestand aus zwei Teilen (Laurasia und Gondwana). Dabei waren große Teile der südlichen Hemisphäre von Gletschern bedeckt. Man vermutet, dass Australien erst seit 280 Millionen Jahren südlich des Äquators liegt. Der Erdmantel unter Pangäa war übermäßig heiß, das hatte zur Folge, dass er versuchte aufwärts zu steigen. Schließlich lag Afrika 10 Meter höher als die anderen Teile. Während des Jura (vor ca. 200- 150 Mio. Jahren), als Pangäa begann zu zerbrechen drang das Urmeer natürlich sofort in alle Bruchspalten und Lücken. Es entstanden Tiefseebecken und Randmeere, die mehrere tausend Meter dicke Sedimente hinterließen. Sedimente, die bei später bei der Entstehung der Alpen, des Balkans oder der Karpaten zum Vorschein kamen.
So vermutet der Forscher Eduard Suess zum Beispiel nach dem Auffinden der von Fossilien in Afrika, den Alpen, ja sogar im Himalaja, dass ein flaches inländisches Wasser zwischen Pangäa und Gondwana gewesen ist, das noch vor der Entstehung des Indischen Ozeans bestand.
Der „zerbrochene“ Urkontinent hatte zunächst zwei „Bruchstücke“. Nämlich Laurasia, aus dem sich später Nordamerika und Eurasien bildeten. Und Gondwana. Bestehend aus Afrika, Madagaskar, Südamerika, Antarktis, Australien und dem indische Subkontinent.
Die Lockerungszonen zwischen den späteren Teilen waren schon bei der Trennung von Pangäa vorhanden.
Weil sowohl der Teil Pangäas, der heute Afrika ist, als auch der, der heute Europa ist, deutlich weiter südlich lagen als Afrika und Europa heute, herrschte im Bereich des Urmeeres ein überwiegend tropisches, im europäischen Bereich jedenfalls subtropisches Klima mit Korallenriffen und einer Vielfalt an sonstigen MeerestierenIn „nur“ 140 Millionen Jahren ist der Riesenkontinente in seine Teile zerbrochen. Laurasia (Eurasien und Nordamerika) West Gondwana ( Afrika und Südamerika) und Ost Gondwana (Australien, Ostantarktis, Indien und Krustenblöcke von Westantarktis) Dauer 140 Mill. Jahre.

Gondwana am Beginn der Teilung:
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Die beginnende Trennung von Pangäa in Laurasia (mit Nordamerika und Eurasien) und Gondwana, war auch der Beginn der Driftung der Landmassen, langsam und unaufhaltsam, eigentlich noch bis heute.
Vor 65 Millionen Jahre existieren die beiden Superkontinente nicht mehr. Zwar hängen Nordamerika und Eurasien noch zusammen, trennen sich aber im Bereich der heutigen Alpen, nachdem Afrika als Folge des Kontinentaldrifts mit Europa kollidiert und so die Alpen aufgewölbt werden. Der sicher erhebliche Aufprall von Indien auf Asien führt zur Entstehung des Himalajas. Etwa vor 130 Millionen Jahre (frühe Kreidezeit) entfernt sich Südamerika von Afrika. So begann die Öffnung des Südatlantiks. In der späten Kreidezeit (90 Millionen Jahre) lösten sich als letzte Fragmente Australien und Neuseeland von der Ostantarktis.

Gondwana am Ende der Teilung:
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Diese „Bruchstellen“ kann man in Albany noch heute besichtigen. „Rand zur Antarktis“ wird die Stelle genannt. Eine interessante Begegnung mit der Geschichte der Erde. Früher bestanden die Kontinente hauptsächlich aus Gneis. Druck und Reibung an der Basis zweier verschmolzener Kontinente führten zur Auflösung der Verbindung und, wie bei einer Lava Lampe, zur Verschiebung innerhalb der Gneisschicht.
Lava Lampen sind gefüllt mit einer Flüssigkeit und einem Stoff (meistens Wachs, aber auch Öl in manchen Fällen) der bei genügend Hitze zähflüssig wird. Durch die Lampe wird das Wachs erhitzt und steigt in der Flüssigkeit auf. Oben ist die Flüssigkeit kälter und das Wachs kühlt deshalb auch ab und sinkt wieder zur Lampe herunter Das physikalische Prinzip sind zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Viskosität und Ausdehnung bei Wärmezufuhr. Durch die Erwärmung verringert sich die spezifische Dichte der 'Lava' stärker als die der anderen Flüssigkeit, aufgrund des Auftriebes steigt der Stoff in Form von großen Blasen im Gefäß auf. Die Abkühlung im oberen Teil des Gefäßes kehrt den Effekt um, die Flüssigkeit sinkt wieder ab und der Kreislauf beginnt von neuem.
Ab einer Tiefe von 350 Kilometern wird der Erdmantel immer dickflüssiger. Die Materialien dieser Region sind hauptsächlich für den Vulkanismus auf der Erdoberfläche verantwortlich. Genau wie die Erdkruste befindet sich der Erdmantel in ständiger Bewegung Konvektionsströmungen schieben Material aus dem Inneren der Erde in Richtung Oberfläche und umgekehrt. Dieses Kreislauf-Prinzip funktioniert wie bei einer Lava Lampe: Je heißer das Material wird, desto leichter steigt es nach oben, dort kühlt es dann ab und sinkt wieder in Richtung Erdkern. Wo es sich erneut erhitzt und wieder Richtung Erdoberfläche zu wandern beginnt...
Die geschmolzenen Gesteine kühlten langsam ab und der entstehende Basalt verfestigte die Verbindung. Vor 45 Millionen Jahren kam es zum Bruch. Und einige dieser Bruchstellen sind hier zu besichtigen. Die Gegenseite befindet sich bei Windmill Island an der Nordküste der Antarktis. Noch heute driftet Australien jährlich fünf Zentimeter nach Norden! Eines Tages wird deshalb The Gap sich verbreitern und verschwinden. Irgendwann wird die Bridge wegbrechen und eine neue Lücke entsteht.
Zumal diese beschriebenen Vorgänge, die zur Entstehung der Kontinente führten, nach Auffassung der Geologen bei weitem noch nicht abgeschlossen sind. Die Dynamik der Kontinentdriftung geht weiter! Man meint mit relativ hoher Sicherheit die Entwicklung folgender Veränderungen voraussagen zu können. Afrika wird weiter nach Norden wandern, das Mittelmeer muss einer Gebirgskette Platz machen und Mitteleuropa könnte entlang des Rheins auseinander brechen. Indien taucht unter dem Himalaja ab und verschwindet unter Tibet. Das hat zur Folge, dass von der Mongolei bis zum Baikalsee eine ausgedehnte, große Gebirgskette entsteht.
Und Australien? Auch dort erwarten die Wissenschaftler große Veränderungen. Schnelles Driften nach Norden, Unterwandern der Sunda- Inseln, die zu einem neuem Gebirgskette auf der australischen Platte aufgetürmt werden. Einige Wissenschaftler behaupten, dass die australische Platte schon jetzt mit den südlichen Inseln von Südostasien zusammen stößt. „Geht dies weiter“, meint der amerikanische Geologe Dr. Scotese aus Arlington/Texas, „so wird die linke Schulter Australiens abgefangen, der Kontinent dreht sich und stößt mit Borneo und Südchina zusammen. Australien wird dann ein Teil Asiens!“
Mit relativ hoher Sicherheit kommt es wegen der zunehmenden räumlichen Entfernung Amerikas von Europa und Afrika durch gewaltige Risse im Atlantik zur „Geburt“ neuer Bergketten aus dem Erdinneren, die den Ozean teilen werden. Und in 500 Millionen Jahren könnte wieder so ein Superkontinent „Pangäa Ultima“ entstehen. Es sei denn, die Sonne hat durch den Massenverlust schon ihre Energieabstrahlung verloren und die Erde wird wieder zum kalten Gesteinsklumpen.
Doch zurück zu Gondwana im nächten Teil.

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 Post subject: Das geologische Profil
PostPosted: 21. August 2007 08:59 
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Wie Australien entstanden ist

Teil 2
Wie sich das geologische Profil in Australien formierte

Über die Art und Weise, wie die heute gefundenen Fossilien im Sediment des Urmeeres entstanden sind, hatte ich schon erzählt. Vielleicht sollte man aber noch einmal besonders erwähnen, dass die Sedimente, die nach der Umschließung der Tethys durch Landmassen entstanden sind, im Bereich der der dadurch bedingten Kontinentalränder besonders reich an zahlreiche Fossilien sind.
In diesen Sedimenten kann man wegen ihres Entstehens und Bestehens vom Ende des Perm bis zum Ende der Kreidezeit die nach dem Massenaussterben am Ende des Perms einsetzende Entwicklung neuer Lebensformen gut nachvollziehen. Auch das am Ende der Kreidezeit beobachtete Massenaussterben (unter anderem der Dinosaurier, aber auch bestimmter mariner Tiergruppen) ist in Tethys Sedimenten dokumentiert.
Im Laufe der Kreidezeit schloss sich die Tethys zwischen den Resten Gondwanas, indem Afrika und Indien gegen den Uhrzeigersinn nach Nordosten drifteten, und Eurasien im Uhrzeigersinn nach Süden und Südwesten trieb.
Als Nachfolgeozeane entstanden so südlich von Italien das Mittelmeer, in Zentraleuropa der Pannonische See (Neusiedler See), das Schwarze Meer, das Kaspische Meer und der Aralsee. Südlich von Indien bildete sich der Indische Ozean als Nachfolger der Tethys.
Als das hatte zur Folge, dass Pangäa völlig auseinander bricht.
Schon mit Beginn des dann auch folgenden Auseinanderbrechens von Gondwana begann die eigenständige geologische Entwicklung von Australien.
Da wäre als erstes der Westaustralische Schild zu erwähnen. Eine 900.000 Km² große Fläche von stabilen Erdkrustenblöcke aus vulkanischen Gestein (meist Granit), die sich über Westaustralien bis ins Landesinnere erstreckt. Man könnte in etwas sagen, dass das heute benannte Westaustralische Tafelland diesem Schild entspricht. Entstanden ist es in der Zeit vor 3,9 Milliarden bis 570 Millionen Jahren, indem sich zwei riesige stabile Erdkrustenblöcke formierten. Wegen dieser langen Entstehungsphase findet man hier eine Vielfalt an Gesteinen und Mineralien. Basalte, Diabasen (geologisch alte vergrünte Ergussgesteine, Grünstein) und metamorphe Gesteine (Gneise und Granulite), aber auch Gold. Sehr bekannt ist der Meeberri Gneis bei Newman/Pilbara, der 3,65 Jahre Milliarden Jahre alt ist.
Besonders in Westaustralien finden sich immer wieder Bereiche mit Thromboliten (abgestorbene frühere Lebensformen) und Stromatoliten. Das sind die ältesten existierenden Lebensformen der Welt, die man in der Pilbara und als wirkliche Weltsensation bei Hamlin Pool an der Shark Bay unbedingt bei einem Besuch besichtigen muß. Sehr eindrucksvoll.
Der gebirgige Anteil des Westaustralischen Schildes wird durch die vier Bereiche: Hammersley, McDonnell, Musgrave und Kimberley gebildet.
An die Hochebenen grenzen natürlich auch Tiefebenen. Östlich des Schildes dehnten sich große Becken aus, die mit marinen und terrestrischen Sedimenten von der Natur verfüllt wurden. Daraus entstanden die großen Wüsten (Great Sandy Desert, Gibson Desert, Victorias Desert, Tanami Desert). Auch der baumlose Bereich Nullabor wird dazu gerechnet.
Zur Transaustralischen Faltungszone gehören die Überreste des Verwitterungsschuttes. Das sind die Mittelgebirge wie McDonell Range, Harts Range, Musgrave Range, aber auch die Olgas und der Uluru.
Eine der interessantesten Formierungen im östlichen Drittel des Kontinents ist das Great Artesian Basin. Darüber könnt ihr hier im Forum beim Abschnitt Allgemeines unter „Singverbot beim Duschen“ nachlesen.
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Es gibt Hinweise, nachdem man meint, dass der Westaustralische Schild mehr als die Hälfte der australischen Festlandfläche bedeckt. Man muß sich eine Luftlinie vom Gulf of Carpentaria senkrecht durch den Kontinent bis zur Eyre Peninsula vorstellen. Und dabei die Simpson Desert ussparen.

Um die Vielfalt der Entstehungen, die leicht zum Durcheinander geraten können, zu vereinfachen, wird heute die Oberfläche Australien in drei Bereiche untergliedert.
Das westaustralische Tafelland
Das mittelaustralische Tiefland
Das ostaustralische Hochland.
Letzteres umfasst den östlichen Landbereich von Cape York (Queensland) bis zur Bass Strait. Aber eigentlich gehört erdgeschichtlich auch das bergige Tasmanien dazu. Denn entstanden sind die Gebirge alle durch die tasmanische Faltungszone. Wie schon die Great Dividing Range sind auch die anderen Gebirgsformationen nicht durchgehend. Die Faltungszone entstand durch die intensive Einengung der abgesetzten Meeres- und Flusssedimente, durch tektonische Einflüsse und Vulkanismus.
Eine besonders anschauliche erdgeschichtliche Lehrstunde bietet ein Besuch am Mount Warning.
Der Vulkan, dem all diese Naturschönheiten dort zu verdanken sind, wird als der größte der südlichen Hemisphäre und als der zweitgrößte der Welt eingestuft. Durch vulkanische Aktivität entstand vor rund 23 Millionen Jahren in drei Etappen eine flache schildartige Landschaft ohne diese steilen, geformten Wände, die man sonst bei Vulkanen findet. Das damalige schildartige Plateau war 2000 Meter hoch. Also doppelt so hoch wie der heutige Berg (1157m). Und es umfasste eine Fläche vom 5000 Km², die der doppelten Größe des Saarlandes entspricht und sich zwischen dem heutigen Lismore/ Ballina im Süden und Canungra im Norden befand. Die westliche Grenze war die Gegend um Kyogle und im Osten reichte die Anhöhe bis 100 Km in den heutigen Ozean. Dann arbeiteten die Baumeister der Ewigkeit, nämlich Wasser und Wind, Erosion und Zeit an der weiteren Formung. So entstanden das Tal mit den Hügeln und die Berge um das Tal. Die fruchtbare Erde bot alle günstigen Bedingungen für üppiges Wachstum in dem subtropischen Klima, dass eines der angenehmsten in ganz Australien sein soll. Dem nicht zu heißen Sommer mit maximal 32°C folgt ein sehr milder Winter mit 20°C. Es gibt hier kaum Luftdruckveränderungen.
Vulkanismus ist auch die Ursache für die Entstehung des Atherton Tafellandes und der Glasshouse Mountains.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im Tertiär durch erhebliche tektonische Erdbewegungen schon das heutige Relief der Oberfläche Australiens entstand. Die starke Abkühlung der südlichen Hemisphäre (Eiszeit) zwischen Tertiär und Quartär, also vor rund 2,5 Millionen Jahren führte zur Eiskappenbildung auf der Antarktis. Diese wiederum bewirkte einen erheblichen Rückgang des Meeresspiegels. Die Binnenmeere und die Seen in Australien trockneten aus. Fast nicht zu verstehen, dass die Eiszeit der Beginn war, auf dem Weg Australiens zum trockensten Kontinent der Erde.
Nach Beendigung der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren stieg der Meeresspiegel wieder an. Neu Guinea und Tasmanien wurden von Festland getrennt Australien bekam seine etwaige heute Küstenlinie, Korallen eroberten den neu entstandenen Lebensraum. Das Great Barrier Riff hat eine Länge von über 2000 Kilometer an der tropischen Ostküste.
Und Australien erwarb sich damals schon den Titel „flachster Kontinent der Erde“, da am roten Kontinent die niedrigste durchschnittliche Höhe über dem Meer gemessen wird.
So liegt heute Australien vollständig auf der südlichen Halbkugel. Zwischen 10° 41 (Cape York) und 43° 59 (Südostkap Tassy) südlicher Breite, 113°9 (Steep Point) östlicher Länge und 153°3 (Kap Byron) westliche Länge.
Der nächste Kontinent ist Asien. Bis zum zweitnächsten Antarktis sind es schon nicht zu glaubende 5000 Km. Die Entfernungen zu Afrika (8000 Km) und Südamerika (15 T Km) sind aus der Gondwana Sicht und der Berücksichtigung der schon erwähnten Kontinentaldriftung vielleicht von Interesse.
Der Kontinent wird im Westen und Süden vom Indischen Ozean, im Osten vom Süd- Pazifik, im Norden von der Timor- und Arufa See begrenzt.
Die größte Entfernungen Ost- West beträgt 4100 Km, die Nord- Süd Entfernung ist 3200 Km.
Mit einer Fläche von 7,682 Mill Km² ist der rote Kontinent 21,5 Mal größer als Deutschland.
Weiter geht es im Teil 3 mit der Entwicklung der Australientypischen Flora und Fauna seit Gondwana.

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Wie Australien entstanden ist

Teil3

Die Entwicklung der einzigartigen Flora
Die Angaben über die Kontinententstehung liefern auch die Erklärung für Australiens einzigartige Flora und Fauna.
Nach der endgültigen Trennung des australischen Festlandes begann die lange Isolation der Tier- und Pflanzenwelt, der so genannten Endemiten.
Das lässt sich am besten am Beispiel der Wollemia Kiefer erklären.
Die Kiefer ist ein prähistorischer Baum, der 1994 zufällig im Wollemi NP in NSW gefunden wurde. Ein Ranger entdeckte in einem abgelegenen Tal in den 'Blue Mountains' bei Sydney etwa 50 erwachsene uralte Wollemia-Bäume und sogar einige Sämlinge. Die Dinge überschlugen sich, Botaniker bezeichnen den Fund der lebenden Bäume als die wichtigste botanische Entdeckung der letzten Jahrzehnte. Der Naturstandort wird von den australischen Behörden bewacht und streng geheim gehalten. Nach wie vor werden selbst Wissenschaftler nur mit verbundenen Augen in das Tal geflogen.
Man schätzt die lebenden Fossilien auf 40 bis 50 Millionen Jahre alt. „Diesen Baum zu betrachten ist so, als ob man einen kleinen lebenden Dino sehen würde“ schrieb ein australischer Botaniker
Nachdem der Royal Botanic Garden Sydney 200 Stecklinge der Wollemia nobilis vermehrt hatte, wurden sie letztes Jahr in einer sensationellen Auktion von Sothebys für insgesamt 1,5 Mio. US Dollar versteigert. Eine dieser 200 Pflanzen ging an Prince Charles und eine weitere an Robert Dorien-Smith, dem Besitzer von Tresco. Zur Rettung der Wollemi Pine hat die australische Regierung eine Baumschule beauftragt, die Pflanzen zu vermehren und auch für den Privatmarkt zugänglich zu machen. Der Erlös aus dem Pflanzenverkauf dient zum Schutz des Naturstandortes und zum Schutz weiterer seltener Arten in Australien.
Ungestört von außerkontinentalen Einflüssen konnten sich 600 Arten von Eukalyptus (Gum tree), wie zum Beispiel Red Gum Tree, White Gum Tree , Blue Gum Tree , Paper Bark Gum, Stringy Bark Gums usw. entwickeln und vermehren.
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Dann die einzigartigen Akazien (Wattle), feuerresistente Bäume, die Karri Bäume in Südwest und in Südost , nicht zu vergessen die Huon Trees (2500 bis 3000 Jahre) in Tasmanien. Es gibt auf der Welt wenige Bäume, die das jährliche Feuer brauchen, damit ihre Fruchtkapseln aufspringen können. Dazu hat sich ein Selbstregulationsmechanismus entwickelt, da manchmal die Bäume ein Abbrennen regelrecht wünschen. Dann splittern sie von den Ästen und der Rinde kleine, leicht entflammbare Fragmente ab, die der Wind zum Boden bringt. Und in besonders heißen Jahreszeiten sondern die Bäume ein brennbares Gas ab, das sich in der Hitze entzündet.
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Ein echtes Gondwana Relikt ist der Boab Tree!
Der berühmteste Boab Tree (auch bottle tree, Flaschenbaum) steht 7 Kilometer vor Derby. Er diente im 19. Jahrhundert als Gefängnisbaum (Prison Tree) für verhaftete, schon bestrafte oder nur betrunkene Eingeborene. Bis zu 20 Männer konnten dort in dem hohlen Stamm eingesperrt werden. Dieser Baum hat einen Stammumfang von 14 Meter. Der größte dieser für den Norden Westaustraliens und besonders für die Kimberleyregion typischen Bäume steht bei Wyndham und ist über 2000 Jahre alt. Seine beachtliche Höhe von 25 Meter, sein Umfang von 20 Meter und sein Alter machten diesen Baum zum Ziel der Aborigines Verehrung. Er diente zum Schutz, als Wasserquelle, er lieferte Fasern, sogar Klebstoff konnte man herstellen, seine proteinreichen Früchte mit hohem Vitamin C Gehalt sind ein gesuchtes Nahrungsmittel, bewährten sich besonders bei Expeditionen. Außerdem schwören die Ureinwohner auf die heilende Kraft der Rinde bei Gastritis. Die Schale benutzten sie als Trinkgefäß. Sie wird heute zu Souvenirs verarbeitet. Selbst aus den dünnen Ästen lassen sich noch Kordeln basteln, die Taschen und Hüte verzieren. Analog der Bachblüten in Europa stellen die Australier aus seinen Blüten die Boab Buschblüte her, die bei Depressionen und Kontaktproblemen mit der Umwelt helfen soll.
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Die Legende der Traumzeit berichtet, dass dieser Baum nach seiner Erschaffung zu sehr gegenüber den anderen Bäumen mit seiner Schönheit geprahlt hatte. So erzürnte er die Götter. Die rissen den Baum mit seinen Wurzeln aus der Erde und pflanzten ihn zur Strafe umgekehrt wieder ein. Nur acht verschiedene Affenbrotbaumarten, wie der angebliche afrikanische „Stammvater (Baobab Tree)“ auch genannt wird, gibt es. Davon wachsen sechs auf Madagaskar und jeweils eine in Afrika und in Nordaustralien. Lange Zeit hat sich die Theorie der Samen- oder aber sogar der Baumanschwemmung aus Madagaskar als Herkunft gehalten. Nach neuesten Forschungen ist es aber wahrscheinlicher, dass der Baum noch vor 65 Millionen Jahren im Großkontinent Gondwana, als Australien mit dem heutigen Südafrika verbunden war, in dieser Region wuchs. So wird der Baum zu einer seltenen Ausnahme in der Flora Australiens

Australien ist auch die Heimat der Gattung Banksia, die etwa 70 Arten umfasst. Sie gehört zur Familie der Proteaceae, die nur auf der Süd-Halbkugel vorkommt und dort ein typischer Bestandteil der Hartlaubvegetation ist. Den größten Artenreichtum dieser Familie findet man in Australien sowie in der afrikanischen Kap-Provinz.
Die Gattung Banksia wurde nach dem britischen Naturforscher Sir Joseph Banks (1743-1820) benannt, der als Botaniker an der ersten Weltumseglung (1768-1771) von Captain Cook teilnahm. Seine Pflanzen- und Samensammlungen insbesondere aus den britischen Kolonien wurden die Grundlage für die damals weltweit artenreichsten Pflanzensammlungen der berühmten Kew Gardens, London, deren Leiter Banks 1772 wurde.

Wichtig ist bei Flora und Fauna in Australien zu wissen, dass die Teilung Gondwanas ein Millionen von Jahren andauernder geologischer Prozess war. Und die beiden Weltkatastrophen spielten bei der Bildung von Flora und Fauna eine entscheidende Rolle. Die Katastrophe unbekannter Herkunft vor 230 Millionen Jahre löschte 90% aller Tiere und Pflanzen auf der Welt aus. Damals entstand gerade der Urkontinent Pangäa. Bei der zweiten Katastrophe, als ein 10 Kilometer breiter Meteorit in der Gegend des heutigen Mexiko auf die Erde stürzte, kam es wieder zur fast totalen Vernichtung der Flora und Fauna. Auch die Dinosaurier in Laurasia, also auf Pangäa und Gondwana fielen der Katastrophe zum Opfer. Aber die neue Tier und Pflanzenwelt entwickelte sich durch die separate Lage von Australien dort anders und ungestört.

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Wie Australien entstanden ist

Teil4

Die Entstehung der einzigartigen Fauna
Die ältesten Lebensspuren fand man in Marble Bar, in den Dolomiten des mittleren Westens. 3,6 Milliarden alte Algenfossilien. Und einige 100 Kilometer westlich bei Shark Bay. Die ältesten und in der Gesamtfläche größten Lebewesen der Welt. Die wirklich erste Form des Lebens. Cyanobakterien, über 3,5 Billionen Jahre alt, bilden eine „Gesteinsgruppenstadt“ mit so unterschiedlichen Formen wie Blumenkohl, Spitzen, Flächen, Schildkröten oder Kolonien. Sogar einen „Bakterienfriedhof“ mit abgestorbenen Gebilden gibt es. Diese unscheinbaren, mikroskopisch kleinen Bakterien haben 20% des atmosphärischen Sauerstoffs produziert. Also gilt als gesichert, dass es ohne sie kein Leben auf der Erde geben würde. Nur noch auf den Bahamas hat man solche Kolonien gefunden. Diese sind dort größer und tiefer, da das Wasser nicht so salzhaltig ist.
Zusammen mit kleinen einzelligen Blau- und Grünalgen verarbeiten die Bakterien Nährstoffe und Sedimente zu diesen felsenähnlichen Türmen oder anderen geologischen Strukturen, als Folge der ablaufenden biogeologischen Prozesse. Das geschieht durch eine während der Photosynthese abgegebene schleimig klebrige Flüssigkeit, die das Sediment, Sandkörnchen zum Beispiel, fängt. Wegen des Kohlendioxydverbrauchs wird die Kalklöslichkeit herabgesetzt und Kalk fällt aus. Durch die Wassertiefe variiert dann auch die Form der Stromatoliten, die der Sonne entgegen gebaut sind. Eine eindrucksvolle Demonstration der Allmacht der Natur. Die Flut „erweckt“ das scheinbar tote Gestein zum Leben. Plätschernd und Blasen bildend strömt das von den Bakterien produzierte Gas durch das Wasser nach oben.
Thromboliten, ebenfalls durch Bakterien entstandene Gebilde, die aber eine schichtenlose innere Struktur haben und in kleinen Haufen auftreten, haben wir ebenfalls in NSW bei Rockingham und am Lake Clifton südlich von Mandurah gesehen.
Vor 230 Millionen Jahren (in der Trias) starben durch eine noch unbekannte Katastrophe 90% aller Tier- und Pflanzenarten aus. So war der Weg frei für neue Arten. Die Dinosaurier kamen und gingen. Vögel waren deren Nachfahren. Pterosaurier und Wasserreptilien starben ebenfalls am Ende des Mesozoikums wieder aus. Die Entstehung des Atlantiks und die dadurch bedingte Aufspaltung der Kontinente unterbrachen die bis dahin vorherrschenden weltweiten Meeresströmungen. Ein genereller Ausgleich der Klimazonen blieb aus. Erstmals in der Erdgeschichte gab es Jahreszeiten, die sich auch in den Kaltzeiten im Norden und Süden der Erde zeigten. Bis etwa vor 195 Millionen Jahren wuchsen Farne und Schachtelhalme, Eiben, Ginko und Palmen ähnliche Bäume. Die vielfältigste Flora und Fauna entwickelten sich aber mit Sicherheit in der Kreidezeit. Davon zeugen die vielen Fossilien, wie heutige Blütenpflanzen, Zypressen, Hickory und Eichen. Aber auch Frösche, Schildkröten, Salamander und erste Vögel wurden gefunden.
Eigentlich ist die Verbreitung von Landtieren auf einem Kontinent einfach. Erst die Zersplitterung der zusammenhängenden Landmasse in mehrere Kontinente führte zum Beispiel zur Separierung zwischen den Beuteltieren Australiens von den übrigen Säugern.
Ameisenigel und Schnabeltier sind Gondwana Relikte
Es steht außer Frage, dass der Ursprung der Placentatiere auf der Südhalbkugel zu finden ist. Die ältesten von ihnen, Elefanten, Seekühe und auch Erdferkel, lebten auf Gondwana. Man nannte sie Afrotheria. Die Abspaltung von den anderen Placentatieren kam vor etwa 100 Millionen Jahren. Zu der Zeit, als der Südkontinent Gondwana, zu dem Südamerika, Afrika, Australien, Madagaskar und die Antarktis gehörten, in der Mitte zerbrach. So konnten sich bestimmte Arten ohne genetische Beeinflussung durch andere Spezies ungestört erhalten und fortpflanzen. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir das Schnabeltier, den Ameisenbär, den Koala, den Wompart, das Känguru, den Emu und den, für mich am gefährlichsten aussehenden, tasmanischen Teufel noch heute in ihrer urgeschichtlichen Gestalt sehen können.
Zusammenfassend kann man sagen, dass auch die Fauna Australiens von drei großen Katastrophen betroffen wurde. Da war die unbekannte Ursache vor 230 Millionen Jahren, dann der Meteorit vor 60 Millionen Jahren und als schlimmste aller Naturkatastrophen die Besiedelung des Kontinents durch die Briten 1788.
Der Präsident des australischen National Biodiversity Council sagte „Australien hält weltweit den Rekord in der Ausrottung einheimischer Säugetiere. Fast jede Art, jede Population einheimischer Tiere und Pflanzen ist in diesem Land dezimiert. Meisten um mehr als 90 %“.
Und wie sich das alles ausufernd seit 1788 entwickelt hat könnt ihr in der Rubrik „Land und Leute Teil „ Die Selbsttore in Flora und Fauna" nachlesen.

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Wie Australien entstanden ist

Teil 5

Die Besiedlung Australiens durch Menschen
Die Besiedlung Australiens erfolgte in drei Etappen. In den beiden ersten Besiedlungsströmen, beginnend vor ca 100 Tausend Jahren, kamen die Vorfahren der heutigen Ureinwohner nach Australia. Menschen, die noch Achtung vor der Natur hatten, die sich bemühten deren Regelmechanismen zu erkennen, um mit der Natur in der Natur leben zu können.
Das änderte sich seit dem 26. Januar 1788 schlagartig. Und James Cook schrieb am 2. Mai 1770 in sein Tagebuch. „Durch die Entdeckung des Terra australis sind die Ureinwohner wohl nunmehr das hoffnungsloseste Volk, das ich kenne.“
Es ist heute unbestritten, dass die Wiege der Menschheit im Gebiet des heutigen Kenia liegt. Davon zeugen 1984 gefundene verstreute Menschenknochen in einem 1,6 Millionen Jahre alten Sediment. Nach Australien kamen die ersten Menschen (Australopithecus) vor etwa 100 Tausend Jahren. Robuste, gedrungene Typen, 170 cm groß. Sie kamen über Java und lebten auf dem roten Kontinent aber „nur“ 6 bis 7 Tausend Jahre. Dem folgte ein zweiter Einwanderungsschub vor 40 bis 50 Tausend Jahren mit Booten oder Flößen über den Ozean aus China, den Phillipinen und Indonesien. Das gelang auch deshalb, weil während der Eiszeit der Wasserspiegel der Weltmeere 100 bis 200 Meter niedriger gewesen ist. Es gab also damals auch eine Landbrücke nach Australien. Die neuen Entdecker, ein graziler Australopitecinus mit einer Größe von 120 bis 150 Zentimeter, waren die Homo sapiens, die direkten Vorfahren der Aborigines. Die Ureinwohner lebten von Fisch, Austern, Muscheln, Früchte, Pflanzen und Tiere. Alles war reichlich vorhanden und reichte zum Leben. Als Nomaden zogen sie durchs Land, fühlten sich als ein Teil der Natur und pflegten ihre Traditionen, ihre Gesetze, die sie in Gesängen und Tänzen überlieferten. Und durch die Annahme der Traumzeit vertieften sie ihre Verbindung und Beziehung zur Umwelt. „Alles ist ein Teil vom Ganzen!“ lautete die oberste Lebensmaxime. Die Berge achteten sie als Götter, in den Höhlen wohnten Geister. Emus waren Himmelsvögel, die beschlossen hatten auf der Erde zu leben und in den fliegenden Füchsen sahen sie von den Göttern bestrafte ehemalige streitsüchtige Menschen
Die Ureinwohner lebten in gut organisierten Stämmen in einem Nomadenleben, dass eigentlich keines war. Sie hatten eine entwickelte Kultur und eigene Sprachen (bis zu 500!), Sprachstäbe, Familienplanung. Alles war dem Leben auf dem Kontinent hervorragend angepasst.
Jedem Stamm gehörte ein bestimmtes Stück Land. Eigentum war unbekannt. Man sah sich mehr als Hüter des Landes.
Und was dann mit dem Kontinent seit 1788 geschah, das habe ich schon in vielen Beiträgen hier im Forum beschrieben.
Die unter Leitung vom PM John Howard durch die Regierung zurzeit angestrebte Neulösung des Lebens der Ureinwohner könnte die seit 1991 bestehende Etappe der Reconciliation in eine neue Form der Organisation des gesellschaftlichen Lebens für das Aboriginal People, in die endgültige Phase des Adjustment, gesetzlich geregelt überführen.


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